
Bislang unveröffentlichte Erinnerungen ihrer Familiengeschichte teilt Dagmar Eckel in einem autobiografischen Werk, das am 8. Februar 2026 erscheint. Unter dem neuen Titel „Der Preis des Ruhms. Mein Leben als Tochter eines Fußball-Weltmeisters. Abseits des Mythos“ erzählt sie erstmals offen, wie es ist, im Schatten einer nationalen Legende aufzuwachsen – und welchen persönlichen Preis Ruhm für die Nachkommen haben kann.
„Ruhm endet nicht mit dem Applaus. Er wirkt weiter, im Leben derer, die damit aufwachsen.“ – Dagmar Eckel
Ursprünglich unter einem anderen Titel geplant, wurde das Buch kurz vor der Veröffentlichung neu ausgerichtet. „Den Kern einer eigenen Geschichte erkennt man oft erst, nachdem ein Buch geschrieben und abgeschlossen ist. Es geht nicht um ein einzelnes Ereignis, sondern um das Leben hinter einer Legende“, so die Autorin.
In eindringlichen, bislang unveröffentlichten Erinnerungen beschreibt sie ein Aufwachsen zwischen öffentlicher Bewunderung und privater Isolation, zwischen der Rolle als „Tochter von“ und dem Bedürfnis nach einer eigenen Identität. Sie berichtet von einem Leben, das früh von außen definiert wurde, noch bevor sie selbst die Möglichkeit hatte, sich zu definieren und von einem von der Öffentlichkeit geschaffenen Bild, das Lauter war als ihre eigene Stimme. „Jeder wollte nur Reichtum, Glanz und Privilegien sehen. Was man nicht sah, waren Druck, Projektionen und Einsamkeit. Und genau deshalb war der Preis so hoch“, erklärt sie. Dagmar Eckel spricht auch über die Schattenseiten, die das öffentliche Leben für sie als Tochter eines Prominenten mit sich brachte: Von Starking über Gewaltübergriffe bis hin zu einem Entführungsversuch.
Das Buch erscheint am 8. Februar 2026, dem Geburtstag von Horst Eckel, als persönliche Erinnerung seiner Tochter. Dagmar Eckel richtet den Blick dabei bewusst nicht auf den Mythos und den Fußballhelden, sondern auf den Menschen Horst Eckel als Vater, Ehemann, Freund und all den Rollen abseits des Spielfelds, die im öffentlichen Erzählen meist keinen Platz haben. Im Zentrum steht jedoch das Leben der Tochter, das geprägt wurde von Erwartungen und dem Kampf um Selbstbestimmung.
Mit dem Fokus auf ihre eigene Perspektive tritt sie aus dem Schatten des Mythos heraus und zeigt, wie persönliche Erinnerung, Engagement und Lebensgeschichte zusammenwirken – unter anderem in der Arbeit der Horst-Eckel-Stiftung, die sie 2018 mit ihrem Vater gemeinsam gegründet hat, und nun als Vorsitzende des Stiftungsrats das Erbe ihres Vaters fortführt. „Der Preis des Ruhms“ ist ein reflektiertes Buch über Identität und Zugehörigkeit – erzählt aus der Sicht einer Frau, die sich ihren Raum und ihre Identität zurückerobert hat.
Dagmar Eckel wurde am 21. Mai 1968 in Landstuhl geboren. Sie ist Autorin, Lehrkraft am Gymnasium und Tochter des Weltmeisters von 1954, Horst Eckel. Sie studierte Deutsche Literaturwissenschaft, Klassische Archäologie und Mediävistik und schloss ihr Studium mit dem Magister Artium ab. Zusätzlich absolvierte sie ein Studium zu Personal- und Business Coaching. Im Jahr 2018 gründete sie gemeinsam mit ihrem Vater die Horst-Eckel-Stiftung, deren Stiftungsratsvorsitzende sie heute ist. Der Ansatz der Stiftung ist ausdrücklich generationsübergreifend: Sie engagiert sich für Sport und Bildung im Jugendbereich, sowie für Seniorensport. Sie war im Vorstand des 1. FC Kaiserslautern tätig und engagiert sich seit vielen Jahren in der Jugendarbeit. Dagmar Eckel hat Ausstellungen über ihren Vater gestaltet und mitgestaltet sowie Horst-Eckel-Galas verantwortet. Viele Jahre begleitete sie ihren Vater zu Veranstaltungen und öffentlichen Auftritten und übernahm schließlich auch sein Management.